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Albedo-Effekt
Was ist der Albedo-Effekt?
Der Albedo-Effekt beschreibt das Rückstrahlvermögen einer Oberfläche – also den Anteil des Sonnenlichts, der reflektiert statt absorbiert wird. Eine helle Fläche wie Schnee oder Sand wirft mehr Sonnenlicht zurück als dunkler Boden oder Asphalt. Diese Rückstrahlung lässt sich gezielt zur Energiegewinnung nutzen – besonders mit modernen, bifazialen Solarmodulen.
Warum spielt der Albedo-Effekt bei PV-Anlagen eine Rolle?
Insbesondere bifaziale PV-Module, die Licht auf Vorder- und Rückseite verwerten können, profitieren von reflektierter Strahlung. Dadurch kann der Stromertrag je nach Standort und Umgebung um 5 % bis 20 % gesteigert werden – ohne zusätzliche Modulfläche. Voraussetzung: Eine gut reflektierende Umgebung, wie z. B. helle Dachfolien, Schotter oder Schnee.
Welche Flächen reflektieren besonders gut?
- Schnee: bis zu 90 % Reflexion
- Heller Sand: ca. 40–60 %
- Weiße Dächer oder helle Folien: ca. 50 %
- Asphalt oder dunkle Erde: unter 10 %
Je heller der Untergrund, desto stärker der Albedo-Effekt.
Was passiert bei niedrigen Albedo-Werten?
Dunkle Flächen wie Bitumen-Dächer, Erde oder Gras reflektieren kaum Sonnenlicht. Dadurch wird kaum zusätzliche Strahlung auf die Modulrückseite gelenkt – bifaziale Module erzielen hier geringere Ertragsgewinne. Auch die Umgebungstemperatur kann an dunklen Flächen höher sein, was die Effizienz der Module leicht senken kann.
Wie lässt sich der Albedo-Effekt bei der Planung nutzen?
Bei der Projektierung einer PV-Anlage kann die Auswahl des Standorts und Untergrunds gezielt auf einen höheren Albedo-Wert ausgerichtet werden. Auch helle Dachabdichtungen oder reflektierende Materialien auf Freiflächen steigern den Effekt. Besonders lohnenswert ist das in Kombination mit bifazialen Modulen.